Frankreichaustausch mit Sennecey-le-Grand, 2.-8. Juni 2026

Schon sehr früh am Dienstagmorgen trafen wir uns am Hamburger Hauptbahnhof um nach Sennecey-le-Grand, einem kleinen Ort in der Nähe der Städte Chalon-sur Saône und Dijon, aufzubrechen. Wir fuhren mit dem ICE nach Frankfurt und stiegen dort in den TGV um, der uns direkt nach Chalon-sur Saône brachte. Die Fahrt war zwar lang aber dennoch angenehm und je näher die Ankunft rückte, desto aufgeregter wurden wir, denn am Bahnhof warteten unsere Gastfamilien auf uns.  Aber die Aufregung legte sich schnell, denn wir wurden von unseren Gastfamilien sehr herzlich aufgenommen. Den Abend verbrachten wir dann in den Gastfamilien.

Am Mittwoch stand ein vielseitiges Programm am „Collège David Nièpce“ auf dem Plan. Wir trafen uns in der Schule und wurden dort sehr nett von der Schulleiterin und den französischen Lehrern willkommen geheißen. Im Anschluss daran machten die französischen Austauschschüler für uns eine kleine Schulführung und wir lernten unsere Austauschschüler bei einer kleinen „Olympiade“ mit verschiedenen Spielen besser kennen. Es folgten Besuche im Unterricht und eine kleine Rallye im CDI, der Schulbibliothek. Da die Schule in Frankreich mittwochs bereits mittags endet, verbrachten wir den Nachmittag mit unseren Gastfamilien. Einige von uns machten einen Ausflug gemeinsam mit der Gastfamilie, andere gingen ins Freibad, besichtigten eine Burg, machten zusammen Cookies oder spielten Spiele.

Am Donnerstag gab es einen gemeinsamen Ausflug mit den französischen Schülern nach Chalon-sur-Saône. Dort besuchten wir das „Musée Denon“ und nahmen gemeinsam mit den französischen Schülerinnen und Schülern an einer
Museumsrallye teil, die wir in französisch-deutschen Kleingruppen lösten. Außerdem stand eine Stadtführung auf dem Programm. Am Nachmittag gingen wir wieder mit in den Unterricht und sahen uns in der Schule gemeinsam mit französischen Schülern ein Theaterstück zum Thema Mobbing an.
Abends sollte dann auf dem Kirchplatz in Sennecey-le-Grand die „Fête de la prévention et de la sécurité“ stattfinden, bei der es um soziales Engagement im Ort ging. Da es leider regnete, wurde diese jedoch kurzerhand in die Schule verlegt. Die Veranstaltung wurde größtenteils von Schülerinnen und Schülern organisiert, die externe Gäste eingeladen hatten und auch selber Teil des Programms waren. Man konnte sich an Ständen über verschiedene Themen informieren, wie z.B. über Blutspende. Außerdem gab es eine Simulation in einer Art Fahrsimulator mithilfe dessen gezeigt wurde wie sich ein Autounfall anfühlen kann und wie wichtig der Anschnallgurt ist. Einige der französischen Gastschüler bekamen ihre Ausbildungsdiplome von der freiwilligen Feuerwehr im Bereich Sanitätsdienst oder vom Militär im Bereich Katastrophenschutz verliehen.
Am Freitag ging es nach Dijon. Dort erkundeten wir die Stadt im Rahmen einer Rallye in Kleingruppen und besuchten unter anderem die beeindruckenden Markthallen, die sehr viel mehr und sehr besondere Waren anboten als ein deutscher Wochenmarkt. Wir aßen noch gemeinsam einen Crêpe und hatten danach dann viel Zeit zur freien Verfügung, um durch die Geschäfte zu bummeln und Mitbringsel zu kaufen. Und so kauften viele von uns den berühmten Senf für ihre Familien zu Hause. Im Anschluss an den Ausflug gab es im Collège einen kleinen Umtrunk, einen „Pot de l’amitié“, für uns zudem auch die Gastfamilien kamen, das war ein sehr netter Ausklang für diesen Tag.
Am Samstag stand ein Ausflug on die kleine Stadt Beaune auf dem Programm. Nach einer kurzweiligen und interessanten Stadtführung durch unsere Lehrerinnen besichtigten wir das bekannte „Hospices de Beaune“ mit einer Audioguide-Tour, die viele spannende Informationen enthielt und das architektonisch beeindruckende Gebäude und seine Geschichte sehr anschaulich lebendig werden ließ.
Anschließend blieb noch Zeit für Freizeit in Beaune, die viele Gruppen für einen Besuch auf dem Markt nutzten.
Der Sonntag war dann ein Tag, der ganz mit den Gastfamilien verbracht wurde. Viele von uns besuchten gemeinsam mit ihren Gastfamilien einen Kletterwald, andere machten ein Picknick oder fuhren an einen See zum Baden und Tretbootahren.
Am Montag ging es dann schon früh zurück nach Chalon-sur-Saône, von wo aus wir dann die Rückreise mit dem TGV antraten, zunächst wieder bis Frankfurt. Dank vieler Spiele, kleiner Schlafeinheitenund einer Grenzkontrolle, bei der alle Ausweise im Zug kontrolliert wurden, war die Fahrt nicht langweilig und verging schneller als gedacht. Erstaunlicherweise schaffte auch die Deutsche Bahn es nahezu ohne Verspätung bis nach Hamburg, so dass wir wie geplant am späten Abend wieder zu Hause waren wo wir müde ins Bett fielen.
Und so ging eine schöne und bereichernde Reise zu Ende, auf der wir viele neue Eindrücke sammeln und unsere Sprachkennntnisse anwenden konnten, Herausforderungen gemeistert und zudem noch viele nette Leute kennengelernt haben. In den Gastfamilien haben wir uns sehr wohlgefühlt und hatten insgesamt eine großartige Woche mit sehr viel Spaß und vielen schönen Erlebnissen!