Jungengruppe

Das Gymnasium Farmsen hat eine ganz Reihe von Institutionen entwickelt, durch die systematisch am Miteinander der Schüler, aber auch von Schülern, Lehrern und Eltern gearbeitet wird:

 

Soziales Lernen

Klassenrat

Prefects

Jungengruppe

Beratungsrunde

Beratungslehrer

Anti-Mobbing-AG


 

 

Auch Jungen brauchen Räume – Kerngedanken und Mitarbeit in der Jungengruppe

Jahrzehntelang galten Mädchen als das schwächere Geschlecht, aber die Verhältnisse haben sich umgekehrt.
Die pädagogische Situation in Kindergärten und Schulen wird immer mehr geprägt durch sogenannte Verhaltensauffälligkeiten bei den Kindern, die Eltern, Erziehern und Lehrern zunehmend Sorge bereiten. Dabei tritt ein großer Teil dieser Probleme bei den Jungen auf. Sie zeigen häufiger als Mädchen „auffälliges Verhalten“. Sie „machen Probleme“ und sie werden als „anstrengend und schwierig“ wahrgenommen. Als Folge ihres Verhaltens scheitern viele Jungen an den Anforderungen, die seitens der Schule an sie gestellt werden, so dass Jungen inzwischen verstärkt als „Verlierer“ des Schulsystems gelten. Der Hamburger Schulleiter und Buchautor Frank Beuster („Die Jungenkatastrophe“) spricht in diesem Zusammenhang vom „überforderten Geschlecht“.

Auf dem Gymnasium sind die Bedingungen besonders schwierig. Eine sehr hohe Unterrichtsstundenzahl, großer Leistungsdruck, und die Notwendigkeit, sich überwiegend sitzend, ruhig und konzentriert zu verhalten, überfordern viele Jungen.
Es fällt ihnen schwer den Spagat zwischen den typischen Attributen von Männlichkeit, wie Stärke, Aggressivität und Mut, und den Erfordernissen unserer modernen Wissensgesellschaft zu meistern. Einerseits hören und sehen sie jede Woche die Berichterstattung von Fußballspielen, in denen den Verlierern in der Regel mangelnde Aggressivität bescheinigt wird, andererseits erleben sie alltäglich, dass sie mit aggressivem Verhalten auf Unverständnis und Widerstand von Eltern, Erziehern und Lehrern stoßen. Um sich in dieser schwierigen Situation zurechtzufinden, sind positive männliche Rollenvorbilder außerordentlich wichtig. Aber diese gibt es nicht in jeder Familie und auch in Kindergärten, Kitas und Grundschulen treffen die Jungen überwiegend auf weibliche Erzieherinnen und Lehrerinnen.

Deshalb haben wir am Gymnasium Farmsen eine Jungen-Männer-Gruppe gegründet, in der Jungen gemeinsam mit Vätern und Lehrern verschiedene Aktivitäten (Bsp. Fahrräder und Computer reparieren, Arbeitsplätze der Väter besuchen, Fußball spielen usw.) unternehmen, bei denen die Jungen ein erwachsenes männliches Vorbildverhalten, wertschätzende Zuwendung und Orientierung für ihr Leben in einer altersgemischten Gruppe erfahren.

Dafür brauchen wir Sie, liebe Väter!
Virtuelle Superhelden helfen nicht weiter!
Ihre besonderen Qualitäten sind gefragt. Mit Ihrer Persönlichkeit werden Sie als reales Vorbild gebraucht.
Engagieren Sie sich und spenden Sie Lebenszeit für Jungen!
Melden Sie sich einfach bei uns, wir freuen uns über jedes bisschen Engagement.


Aufnahmebedingungen

Wer teilnehmen will, kann sich in Absprache mit den Eltern einfach bei uns melden und uns kennenlernen.
Wir müssen natürlich auch unsere Kapazitäten im Auge behalten und können deshalb leider nicht alle aufnehmen. Je mehr freiwillige Helfer von Elternseite wir allerdings haben, desto mehr freie Plätze können wir natürlich auch anbieten.


Ansprechpartner

Martin Möller

 

Martin.Möller@bsb.hamburg.de

 

Dennis Bühring

 

erreichbar über das Schulbüro

 


Die Jungengruppe, die wahrscheinlich beste Gruppe der Welt

Die Jungengruppe ist eine sehr motivierte Gruppe. Da geht es nicht um Noten, Talente, da geht es um nichts, nur Vertrauen und Freundschaft. Und wie sie schon vermutlich wissen, ist es eine Jungengruppe, keine Mädchengruppe!!!
In dieser Gruppe kann man sich überhaupt nicht langweilen, da gibt es immer was zu tun, wie die Kanufahrt beim ersten Treffen. Bei den nächsten Treffen haben wir zwei tolle Insektenhäuser gebaut. Und was wir anfangen, bringen wir auch perfekt zu Ende. Wir retten auch Sachen aus der Schule, zum Beispiel möchten wir zwei Kickertische retten. Da werden alle Wünsche erfüllt, weil wir super Lehrer haben, keine Lehrer, die sagen: „Macht die Arbeit selber!“ sie helfen uns und lassen uns höchstens nur eine Minute alleine und sie helfen sehr gut. Sie versprechen uns Sachen und lassen sie wahr werden. Sie haben immer Geduld mit uns und sie bringen uns immer neue Sachen bei, die uns immer durchs Leben begleiten werden und die wir auch zu 100% nutzen werden. Nicht Sachen, die unnötig sind. Sie bringen uns keine Kindersachen bei, wie Basteln oder dergleichen. Sie bringen uns Sachen bei, wie Bohren, Sägen oder dergleichen und das bringen sie uns sehr verständlich und gut bei.
Aber die Hauptsache ist, dass alle Jungs Spaß haben. Das Tollste ist, dass sich die Erwachsenen nur für uns fünf Jungs frei nehmen und es in der Woche abarbeiten. Ich finde, dass sie die besten Lehrer der Welt sind.
Ich freue mich immer, wenn wir Jungengruppe haben und wir etwas Neues lernen. Wir sind inzwischen schon eine kleine Jungenfamilie geworden und, wenn ein anderer kommt, fühlt er sich auch wie in einer Familie und diese Freundschaft ist „unbrechbar“ und alle freuen sich und sagen: „Wann ist Jungengruppe!“
„Es sind nur zwei Stunden und in diesen zwei Stunden ist man in einer anderen Welt, irgendwo, wo nur Jungs herrschen und da macht man nur Männersachen.
Es ist ein Paradies für Jungs!

S.A. (6. Klasse)


Jungs kochen? NATÜRLICH!

Wir als Jungengruppe treffen uns jede zweite Woche an einem Freitag, um zusammen etwas zu unternehmen. Was wir machen, wird in der Woche zuvor entschieden. So war es auch beim letzten Treffen vor Weihnachten. Eigentlich war entschieden, zu einer Bowlingbahn zu gehen, doch dieses fiel ins Wasser, da kein Platz mehr frei war. Also musste schnell etwas anderes her.
Wir entschieden, gemeinsam Spaghetti Bolognese zu kochen! Jeder in unserer Gruppe hatte etwas zu tun, zum Beispiel: Rohgemüse schneiden, Hack anbraten oder Käse reiben….
Wie gesagt, wir waren ja alles Jungs und wie man weiß, sehen Jungen Kochen nicht als erste Spaßattraktion an. Aber trotzdem hatte keiner Langeweile und erst recht war die Freude groß, als wir anschließend das zubereitete Gericht verspeisen konnten.
In Zusammenarbeit mit Herrn Möller und Herrn Hinrichsen ging die Arbeit ganz leicht von den Fingern. Als dann endlich der Tisch gedeckt und das Essen aufgefüllt war, konnten wir endlich den Gaumenschmaus zu uns nehmen, denn es schmeckte sehr gelungen!
Wir hatten so viel gekocht, dass sogar noch ein paar Oberstufenschüler etwas von den Spaghetti hatten. Zum Nachtisch gab es noch ein Überraschungsei! Weil es den Oberstufenschülern so gut geschmeckt hatte, erledigten sie netterweise noch den Abwasch für uns und so hatten wir ein tolles gemeinsames Treffen.

A.S. (7. Klasse)

Kanutour der Jungengruppe

Mit zwei Lehrern und einem Vater sind wir, die Jungengruppe, zu einer Kanutour aufgebrochen. Dabei erlebten wir lustige, aber auch sehr anstrengende Momente.
Es war ein regnerischer Tag, als wir losgefahren sind. Wir sind mit Bus und Bahn zu einem Anlegeplatz in Poppenbüttel gefahren und haben dort die zwei Kanus zu Wasser gelassen, die Herr Weichert besorgt hatte. Dann haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt und sind gestartet. Es war sehr anstrengend, und wir haben einige Strapazen auf dem Weg gehabt.
Das Wetter wurde immer schlechter und der Regen stärker. Wir haben ein sehr großes, totes Tier im Wasser gesehen, wir dachten zuerst, dass es ein Biber ist, aber als wir näher ranfuhren, erkannten wir, dass es ein totes Reh war, das mit aufgeblähtem Bauch im Wasser trieb.
Nach einer Weile haben wir bei einer großen Wiese angehalten und etwas gegessen, gespielt und uns ausgeruht. Danach sind wir weiter gefahren und haben ein kleines Rennen auf der Alster veranstaltet. Dann mussten wir die superschweren Boote 500m weit tragen, weil die Schleuse kaputt war. Das war sehr anstrengend.
Es regnete und regnete…
Nach einer nassen Paddelschlacht sind wir nach ungefähr 3 1/2 Stunden Fahrt endlich beim Bootshaus am Kugelfang angekommen. Wir waren ziemlich nass, aber zum Glück hatten wir trockene Wechselklamotten mitgenommen.
Plötzlich kamen hilferufende Schreie: Einer von uns war im Klo eingesperrt. Die Tür ließ sich nicht mehr öffnen und er musste aus dem Fenster klettern. Dann lag noch ein gewaltiger Fußmarsch vor uns. Als wir endlich an der U-Bahn- Station angekommen waren, fühlten wir uns sehr erleichtert, weil wir sehr müde von dem ganzen Paddeln, Schleppen und Laufen waren. Wir haben in der U- Bahn etwas gegessen und uns ausgeruht.
Es war ein sehr aufregender Tag für die Jungengruppe aus der Schule Gymnasium Farmsen, weil es ihr erstes Treffen war.
Es hat sehr viel Spaß gemacht, und die Jungengruppe bedankt sich herzlich bei den Lehrern Herrn Möller und Herrn Weichert. Aber auch Herrn Hinrichsen wollen wir herzlich danken, da er sich für uns immer extra von seiner Arbeit frei nimmt und diese Stunden nacharbeiten muss.
Wir freuen uns auf die nächsten Abenteuer, die wir erleben werden!!!

 S.G. (6. Klasse)