Latein-Fahrten

Alle zwei Jahre bieten wir für unsere Lateiner der 8. und 9. Klassen eine umfangreiche und spannende einwöchige Exkursion an. Bisher ging es zu den („römischen“) Weintrinkern ins liebliche Moseltal.

Die Latein-Exkursion ist an zwei Bedingungen geknüpft: Es ist eine freiwillige Fahrt – wie auch alle anderen Austausche – und wird deshalb nicht von staatlicher Seite für Unterstützungsberechtigte gefördert, die Kosten müssen also selbst aufgebracht werden. Der Schulverein unterstützt für gewöhnlich im Bedarfsfall. Damit die Kosten, vor allem für unseren Bus, im Rahmen bleiben, gibt es eine Mindesteilnehmerzahl, die jährlich individuell festgesetzt wird – in Ausnahmefällen öffnen wir die Fahrt deshalb auch für interessierte „Nicht-Lateiner“, die sich bisher sehr gut eingebracht haben.

Ansprechpartner: Frau Samson

 

Unsere Lateinfahrt 2015

Das Ende des Schuljahres war fast erreicht, doch ein Höhepunkt stand noch aus: Unsere Lateinfahrt ins Moseltal! Mit vollen Taschen bestiegen wir am 29.6.2015 unseren Bus, der uns eine Woche lang ein treuer Begleiter sein sollte, und machten uns auf die lange Fahrt ins Weinland, in die ehemalige römische Provinz „Germania Superior“ und „Gallia Belgica“.

Natürlich war dies keine gewöhnliche Klassenfahrt, immerhin waren ja Lateiner der 7. bis 9. Klassen dabei und es erwartete uns ein umfangreiches Exkursionsprogramm: Vom Kastell Saalburg, wo wir Bogenschießen und Speerübungen machen durften, über ausführliche Besichtigungen des städtischen Lebens in der Kaiserresidenz Trier, bis hin zum entspannteren Landleben auf der Villa Borg und dem geschichtsträchtigen Schlachtfeld von Kalkriese erlebten wir ein Panorama römischer Kultur in der wunderschönen Landschaft der Vulkaneifel.
Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass wir durch unsere Referate fast immer eigene Experten hatten und trotz der Altersunterschiede dank einer wunderbaren Offenheit auch eine Gemeinschaft entstanden ist. Auch wir konnten ein Schmelztiegel im Kleinen sein – wie in der römischen Provinz!

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C. Straub

 

Unsere Lateinfahrt 2013

Ein volles Programm wartete auf uns: Am frühen Montagmorgen haben wir mit unserem „eigenen“ Bus das verregnete, aber freie Germanien verlassen und uns zum Barbarenwall, der römischen Grenze, aufgemacht. Über das rekonstruierte römische Kastell Saalburg, wo wir eine aktive (Bogenschießen und Legionstaktiken), experimentell archäologische Führung mitgemacht haben, erreichten wir gegen Abend unsere Jugendherberge in der wunderbaren Trierer Umgebung.

In der Provinzhauptstadt und ehemaligen Kaiserresidenz Trier haben wir uns dann natürlich das besterhaltene Stadttor nördlich der Alpen, die Porta Nigra, angeschaut, die noch immer tragende Römerbrücke, den beeindruckenden ehemaligen Kaiserpalast, die Konstantinsbasilika, das fantastische Landesmuseum und in der Umgebung eine rekonstruierte, idyllische, aber auch herrschaftliche Villa Rustica, die Villa Borg. Flankiert wurde unser Programm immer wieder von der ein oder anderen körperlichen Aktivität, z. B. dem Aufstieg zur Mariensäule auf dem Markusberg und einem eintägigen geologischen Abstecher in die Vulkaneifel, wo wir vom „Nickenicher Tumulus“ (einem römischen Grab) zum Laacher Calderasee und über die Teufelskanzel zurückgewandert sind. Auf dem Rückweg nach Hamburg haben wir uns natürlich auch den sehr gelungenen Park von Kalkriese angeschaut – den vermuteten Ort der Varusschlacht.

Eine ausgefüllte, manchmal anstrengende, aber auf jeden Fall erlebnisreiche Woche inmitten der Weinberge und der weit darüber hinaus gehenden Kulturlandschaft Moseltal lag hinter uns. Wir freuen uns aufs nächste Mal.

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C. Straub

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